Birding mit der Nikon Coolpix P950
Eine kurzer Erfahrungsbericht über meine ersten Monate mit der Nikon Coolpix P950
NATUREBIRDING
G@roamingwagner
9/27/20252 min lesen


Während des Corona Lockdowns habe ich vermehrt gelangweilt. Ich hatte noch keine Werkstatt, viel Arbeit und unser Haus war noch nicht fertig ausgebaut. Außerhalb meiner Arbeit am Haus suchte ich nach kleinen Projekten für die Kinder.
Zuerst haben wir eine Ameisenfarm gebaut und dann einen Nistkasten für Meisen. Auf der NABU Website gibts klasse Pläne für alle möglichen Modelle. Ich hatte noch eine alte Arlo wireless Überwachungskamera rumliegen und den Nistkasten angepasst um ein paar Aufnahmen zu bekommen. Es sind tatsächlich ein paar Meisen eingezogen und 2-3 sind auch ausgeflogen. Die Kinder fanden es ziemlich cool aber die Qualität der Aufnahmen war nicht großartig.
Ich war trotzdem ziemlich überrascht vom Unterhaltungswert unserer Beobachtungen. Die Arbeit, das Abwarten und schließlich Beobachten macht einfach Spaß und hat eine ganz eigene Belohnungsstruktur.
Als nächstes habe ich begonnen die Vögel im Garten zu füttern. Im Sommer fressen sie tatsächlich am meisten, weil sie wohl recht erschöpft von der Aufzucht der Jungen sind.
Da wir ziemlich nahe an mehrere Naturschutzgebieten (Auenwälder und Feuchtwiesen) leben, haben sich überraschend viele Vogelarten im Garten eingefunden.
LUMIX FZ300
Ich habe mir meine erste Kamera gekauft, eine 12 MP Lumix FZ 300. Eine super Kamera und super günstig, dazu noch wettergeschützt. 600mm Brennweite in Vollformat Äquivalent nebst konstanter 2.8 Blende. Der Sensor ist aber klein, damit lässt er wenig Licht rein. Die Kamera ist super und lieferte tolle Bilder im Garten bei Sonnenschein. In der Dämmerung und außerhalb des Gartens sind 600mm in Kombination mit einem kleinen Sensor (kleiner als der mancher modernen Smartphones) allerdings zu wenig, weil man keinen Bildausschnitt machen kann ohne zuviel Qualität zu verlieren. Am Ende geht es darum wieviele Pixel man auf sein Objekt bringen kann. Ein kleiner Ausschnitt aus einem 60MP Bild kann immer noch 20MP haben, während ein optimales Bild aus der FZ300 eben nur 12MP hat, das ist ok bei guten Bedingungen und wenn man den Vogel bildfüllend fotografieren kann, was bei 600mm außerhalb eines Verstecks oder Gartens vor allem bei kleinen Vögeln schwierig ist.
Man hat nun zwei Möglichkeiten um dieses Problem zu beheben. Entweder einen größeren Sensor, ein Objektiv mit mehr Brennweite oder eine Kombination dieser zwei.
Nikon Coolpix P950
Da eine Vollformat DSLR Kamera mit teurem und großem Objektiv nicht zum roamen taugt fand ich online Beiträge über die Nikon Coolpix P950 (Digger360’s YouTube channel, Robert G. Allen’s blog, Kathie Thomas)
Ihre Bilder und Videos haben mich überzeugt, also habe ich eine auf Onbuy für €600 gekauft.
Die P950 hat mich nicht enttäuscht, auch wenn ihr Sensor genau so klein ist wie der der FZ300 und sie nicht wettergeschützt ist, liefert sie doch etwas mehr Qualität mit 16MP und hat eine Brennweite von 2000mm. Damit kann man nahezu jeden Vogel, den man mit einem guten Fernglas erspäht zumindest zur Identifikation fotografieren und bei gutem Licht auch Bilder machen, die auf A4-A3 gedruckt werden können. Kurz nachdem ich die P950 gekauft habe sind wir nach Südfrankreich in den Urlaub gefahren und konnten in der Camargue etwas "Birden". Ich habe die meisten Bilder unten direkt im Bird Modus fotografiert und bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen.
Ich weiß nicht ob ich schon ein Birder bin. Ich lade meine Fotos bei iNaturalist und Merlin BirdID hoch, um festzuhalten, was ich gesehen habe. Ich bin wohl momentan einfach jemand, der durchschnittliche Naturfotos macht und großen Spaß daran hat.
Wenn ihr gerade erst anfangt, lohnt sich ein Blick auf die P900, P950, P1000 oder P1100.
roam happy
G@RoamingWagner

























